Lernen lernen

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“

An diese altbekannte Schulweisheit können sich zwei Fragen anschließen:

WAS müssen unsere Kinder heute lernen, um auf das Leben von morgen vorbereitet zu sein?

WIE müssen Kinder heute lernen, um den Anforderungen von morgen gerecht werden zu können?

Es geht also um den Stellenwert von materialer und formaler Bildung.

Dabei geht die Schere zwischen dem, was Schüler lernen sollen, und dem, wie sie es am sinnvollsten lernen können, stetig auseinander. Denn einerseits nimmt unser Wissen explosionsartig zu, andererseits wird Schule immer häufiger mit den Defiziten und Lernschwächen ihrer Schüler konfrontiert.

Ziel all unserer Bemühungen ist es, die Schüler zu selbständigem Lernen zu befähigen. Ansätze dazu sind vielen Kindern aus ihrer Grundschulzeit durch Freiarbeit und Wochenarbeitsplan bekannt.

Nur Schüler, die gelernt haben, selbständig zu arbeiten, sind in der Lage, zu Hause und in der Schule erfolgreich zu lernen.

Um diesem Ziel näher zu kommen, halten wir es für nötig, dass Schüler einige Gesetzmäßigkeiten des Lernens kennen und sich selbst motivieren können.

Schüler müssen einsehen, dass es nicht die perfekte Lernmethode gibt, weil sie selber zu verschiedenen Lerntypen gehören. Einige Schüler lernen etwas Neues sehr schnell, wenn sie es geschrieben haben, andere müssen es bildlich vor sich sehen, wieder anderen reicht es, wenn sie die neuen Informationen gehört haben.

„Lernen lernen“ bedeutet also auch, neue Informationen lerntypgerecht auf dem je optimalen oder auf mehreren Lernkanälen vermittelt zu bekommen und so zu verstehen.

Mit dem Lernen des Lernens und dem dazugehörigen Methodentraining hat sich das gesamte Kollegium u.a. in einer Lehrerfortbildung auseinander gesetzt. Eine eigene Arbeitsgruppe entwickelte zunächst für die Erprobungsstufe ein Konzept, das den Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6 Grundlagen des selbständigen Lernens vorstellen will.

Thematische Schwerpunkte sind dabei :

  • Schultaschen-Check
  • Mein Arbeitsplatz
  • Hausaufgaben
  • Heftführung
  • Vorbereitung von Klassenarbeiten.

Im Sinne der Erziehungspartnerschaft von Schule und Elternhaus werden die Eltern in dieses Projekt mit einbezogen.