naturnahes Schulgelände

Wer das Schulgelände der St.-Ursula-Schulen besucht, stellt fest, dass es sich um einen Schulkomplex im Grünen handelt. Und die Außengestaltung der Schulen besteht nicht aus Rasen, Rosen und Friedhofsgewächsen, sondern ist sehr naturnah angelegt.

 

Welche Zielsetzung hat unser naturnahes Schulgelände?

Das Umfeld der St.-Ursula-Schulen sollte so ergänzt und umgestaltet werden, daß ein interessanter Spiel-, Lern- und Lebensraum entsteht und eine positive Lernatmosphäre geschaffen wird.

Unter Zugrundelegung eines handlungsorientierten Unterrichtes sollen Möglichkeiten geschaffen werden, Pflanzen und Tiere über einen längeren Zeitraum zu beobachten und zu pflegen, um dadurch Achtung vor der Schöpfung und Ehrfurcht vor dem Leben zu wecken und das Verantwortungsbewußtsein zu stärken.

Durch verschiedene Arbeitsweisen und Arbeitsschritte sollen in Partner- oder Gruppenarbeit Einsichten in ökologische Zusammenhänge vermittelt werden und das Gemeinschaftsgefühl und die gegenseitige Verantwortung gefördert werden.

Durch Zusammenarbeit mit Eltern und außerschulischen Institutionen bei Planung und Gestaltung soll sich die Schule nach außen hin öffnen.

 

Welche Projekte sind bereits realisiert worden?

Aufschichten einer Trockenmauer

Begrünung eines Flachdaches

Anlage eines Freiluftklassenzimmers

Bau einer Kräuterspirale

Errichtung eines Gewächshauses

Anlage eines Schulgartens

Pflanzen einer Vogelhecke

Bau von Nistkästen

Welche außerschulischen Kooperationspartner sind an diesen Projekten beteiligt?

Umweltamt der Stadt Attendorn

Forstämter

Gärtnereibetrieb

Stadtsparkasse

 

Wie sah die Durchführung der Projekte aus?

Nach Fertigstellung des neuen Realschulgebäudes und Umbaumaßnahmen an den alten Gebäuden konnte der Gedanke in die Tat umgesetzt werden, ein naturnahes Schulumfeld anzulegen, in dem sich die Schüler wohlfühlen können.

1997 wurde der Pausenhof eingerahmt von Beeten, deren Bepflanzung aus heimischen Sträuchern, Stauden und Bodendeckern besteht. Diese Bepflanzung verträgt auch ein Begehen.

Ein unansehnliches Flachdach wurde begrünt. Die St.Ursula-Schulen belegten hiermit den 2. Platz bei einem Wettbewerb des BUND.

Tischtennisplatten und ein fest installierter Ständer mit Basketballkorb wurden angeschafft.

1998 wurde eine Trockenmauer errichtet. Eltern lieferten Bruchsteine aus der alten Stadtbefestigung. Lehrer, Eltern und Schüler bauten die Mauer gemeinsam.

Zur Finanzierung des “Grünen Klassenzimmers” führte die Realschule eine Sponsorenwanderung durch. Das Freiluftklassenzimmer wurde im Sommer errichtet.

Anschließend fand eine Müllsammelaktion statt, an der Förster, der Umweltbeauftragter der Stadt, Eltern und Schüler mithalfen.

Im Herbst wurde der Nutzgarten mit einer Fläche von ca. 100 qm inclusive einer Kräuterspirale und eines Gewächshauses angelegt.

Zur Sicherung einer steilen Böschung wurde eine Schwarzdornhecke angepflanzt, die später ein Biotop für Vögel bilden soll.

Die Hauswirtschaftslehrerin legte vor den Wirtschaftsräumen mit einer Schülergruppe einen kleinen Nutzgarten an.

Die Technik-AG der Klassen 10 baute Nistkästen.

1999 wurden Biotope für Kleinlebewesen angelegt.

 

Wie soll es weitergehen?

Das Projekt “Naturnahes Schulgelände” kann nie als abgeschlossen betrachtet werden.

Es fordert den dauerhaften Einsatz der Schulgemeinde. Die “Kräuterschnecke”

Es ist geplant, auf einer Wiese Obstbäume anzupfanzen. Biomüll soll kompostiert werden.

Für die Sommerferien werden Schüler mit Eltern gesucht, die wochenweise die Betreuung des Gewächshauses und des Schulgartens übernehmen.

In Zukunft sollen Klassen oder Kurse verstärkt im Schulgarten aktiv sein und die Ergebnisse in den Unterricht einbringen.

 

Die positiven Ansätze unseres Vorhabens

“Naturnahes Schulgelände – Unsere Schule: Zukunft mit Natur”

geben genug Motivation, auch in größerem Umfang an unserem Projekt weiterzuarbeiten.